NI Neurosystemische Integration 

Der  Begriff „Neurosystemische Integration“ steht für die Essenzen aus Neurobiologie, systemischer Therapie und Psychotraumatologie.

Entwicklung

Das Konzept wurde von Verena König, aus der Essenz von 20 Jahren traumatherapeutischer Erfahrung und vielen Seminaren und Weiterbildungen, begründet.
Es beinhaltet essenzielles theoretisches Wissen aus folgenden Bereichen:

  • Neurobiologie
  • Polyvagaltheorie
  • Systemische Therapie
  • Ego State Therapie
  • Psychotraumatologie
  • Hypnosystemik
  • Bindungsorientierte Psychotherapie und Bindungstheorie
  • Körperpsychotherapie


Begriffsklärung

Neuro

Die neueren Erkenntnisse der Neurobiologie bilden in der Traumaforschung inzwischen einen festen Kern. Neuro-Wissenschaften wie die Neurobiologie und die Psycho-Neuro-Immunologie sind Teil des Wissens das in die Neurosystemische Integration einfließt.
Sehr viele traumabedingte Symptome schlagen sich in unserem Nervensystem wieder. Die Komposition unserer Neurotransmitter bestimmt maßgeblich unsere Stimmung und unsere Befindlichkeit. 
Traumafolgen haben ihre Ursache in der Dysbalance des Nervensystems und damit einhergehender Stoffwechselveränderungen
Glaubenssätze, Verhaltens- und Denkmuster sind neuronale Netzwerke.
Auch innere Anteile können wir als neuronale Netzwerke begreifen.

Die Neurobiologie von Trauma und seinen Folgen zu verstehen ist eine Säule der Neurosystemische Integration.

Systemisch

Nichts existiert für sich allein. Alles existiert in Systemen. Somit ist Trauma auch niemals etwas Singuläres, es findet immer in einem System statt.
Die Dimension der kollektiven Traumatisierung spielt eine große Rolle in der Sichtweise der NI.
Phänomene wie langanhaltende, zirkulierende Konflikte zwischen Nationen, transgenerationale Traumatisierungen, strukturelle Phänomene wie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind Ausdruck kollektiver oder systemischer Traumatisierung.

Die Essenz der systemischen Dynamik zu verstehen, ist daher eine weitere Säule der Neurosystemische Integration.

Integration

Integration ist ein wesentlicher und häufig unterschätzter oder sogar übersehener Schlüssel für heilsame Bewegungen. 
Integration ist ein Gegenpol zu Dissoziation, Abspaltung und Verdrängung.
Integration ist ein Gegenpol zu Ausschluss und Entfremdung.

Was nicht verarbeitet ist, ist nicht integriert. Zu integrieren, was wir bisher nicht integrieren konnten, weil es zu groß, zu schwer, zu übermächtig, zu ungreifbar oder auch nicht erinnerbar war, bedeutet damit in Frieden zu kommen.
Integration ist ebenfalls ein neurologischer Prozess, den wir uns als Verknüpfung verschiedener Netzwerke, die vorher getrennt voneinander bestanden haben, vorstellen können.

  • Verbindung aufnehmen wo Verbindung zerrissen 
  • In Kontakt bringen was getrennt war
  • Vermitteln zwischen dem was gegeneinander steht


Integration bedeutet, trotz Versehrtheit wieder in ein Gefühl der Vollständigkeit und Ganzheit zu finden.

Methoden

Neurobiologie 

Die Grundlagen der Neurobiologie erlauben uns das Nervensystem zu verstehen und damit Traumadynamiken zu begreifen. Die Neurobiologie umfasst das Verständnis der Stressreaktionen und daraus folgender Symptome und Syndrome.

Systemische Therapie

Systemische Sichtweisen geben die Möglichkeit Menschen ganzheitlich zu betrachten, als Individuen die nie für sich alleine existieren.
Viele Symptomatiken ergeben sich aus Dysbalancen in den Systemen, in denen man eingebunden ist oder werden dort verstärkt.
Sich aus sogenannten Verstrickungen zu lösen ist ein wichtiger Aspekt der Traumaintegration und verhilft dazu, Selbstbestimmung zu erlangen. 

Ego State Therapie

Anteile-Arbeit bietet ein wunderbares Spektrum an Interventionen, mit denen Menschen tiefe innere Arbeit mit Klarheit und größtmöglicher Klarheit gestalten können.
Diese Arbeit hat einen sehr kreativen Charakter und schafft deswegen sehr oft Zugang zu Ebenen, die allein über Worte nicht erreichbar wären.

Hypnosystemik

In der Hypnosystemik wird auf der imaginativen Ebene gearbeitet. Die Kraf und die Macht der Imagination zu nutzen, dass sie heilsam wirken, ist hier das Ziel.

Psychotraumatologie 

„Die Psychotraumatologie ist die Lehre der psychischen Traumafolge. Sie befasst sich mit der Erforschung und Behandlung der Auswirkungen von traumatischen Ereignissen auf das Erleben und Verhalten von Individuen und sozialen Systemen.“ (Wikipedia)

Bindungsorientierte Psychotherapie

Hier wird das gesamte Wissen der Bindungstheorie in die Praxis umgesetzt.


Körperpsychotherapie

Der Körper wird als Ressource genutzt und erkennen ihn als elementaren Bestandteil des menschlichen Daseins an. Das ist leider nicht selbstverständlich. Der Körper ist von Trauma immer betroffen.

Wenn ein Trauma transformiert werden soll, geht der Weg immer auch über den Körper.
Körperorientierte Interventionen sind in der traumasensiblen Begleitung essenziell, insbesondere wenn wir mit Themen arbeiten die in den frühen Phasen des Lebens stattgefunden haben.

 

Mehr Informationen unter:

www.verenakoenig.de